Digitale Fabrik im Qualitätsmanagement

Die Veränderungsgeschwindigkeit in der Wirtschaftswelt nimmt rasant zu. Exogene Geschehnisse wie die Pandemie, politische Spannungen aber auch veränderte Kundenbedürfnisse wie die Losgröße 1 (Mass Customization) erfordern eine hohe Flexibilität von Unternehmen und insbesondere des Produktionsprozesses. Eine Möglichkeit eine Resilienz zu erlangen, ist die Erhöhung der Flexibilität durch die Ausweitung von digitalen und somit leicht beeinflussbaren und modifizierbaren Prozessen. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über das Thema „Digitale Fabrik“ und im speziellen die Digitalisierung des Qualitätsmanagements und wie wir Sie bei Ihrer Reise zur Digitalen Fabrik unterstützen können.

Definition „Digitalen Fabrik“

Für ein erstes Grundverständnis sollten erst einmal geklärt werden, was die Digitale Fabrik überhaupt ist oder definiert ist, bevor wir näher auf die Zusammenhänge in dem Qualitätsmanagement eingehen. Die Digitale Fabrik ist laut VDI-Richtlinie 4499 Blatt 1:2008-02 definiert als „Oberbegriff für ein umfassendes Netzwerk von digitalen Modellen und Methoden unter anderem der Simulation und 3D-Visualisierung. Ihr Zweck ist die ganzheitliche Planung, Realisierung, Steuerung und laufende Verbesserung aller wesentlichen Fabrikprozesse und -ressourcen in Verbindung mit dem Produkt.“

Die Digitale Fabrik geht also noch über das Konzept des Digital Twins hinaus, wo „nur“ die Industrieanlagen im virtuellen Raum gespiegelt werden und diese sich auf die eigene Fabrik beschränken. Bei der Digitalen Fabrik werden darüber hinaus auch Informationen über Supply Chain oder Daten aus dem betriebswirtschaftlichen Umfeld mit in Betracht gezogen.

Digitale Fabrik: Der Weg ist das Ziel

Auch weiterhin wird das Umfeld sich in einer rasanten Geschwindigkeit weiter entwickeln. Daher wird auch die ideale Digitale Fabrik niemals erreicht werden, sondern versteht sich als konstante Weiterentwicklung hin zum „perfekten Fluss“. Sie sollte sich also vielmehr als Vision definieren; als Ziel einer Reise, die durch das Bilden von Veränderungsfähigkeit als Kompetenz der Produktion anzusehen ist.

Was sind die Treiber der Digitalen Fabrik?

Lieferengpässe, neue Akteure, Losgröße 1 und sich ständig verändernde Kundenansprüche wirken sich dramatisch auf die unternehmerische Strategie aus und sind als Treiber der Digitalen Fabrik zu sehen. Für Kunden ist es selbstverständlich, dass sie ein individuelles Produkt, genau nach Ihren Wünschen, erhalten. Um diesen Wunsch erfüllen zu können, muss ein gut funktionierendes Lieferantennetzwerk vorhanden sein. Es muss sichergestellt werden, dass alle nötigen Materialien genau zum richtigen Zeitpunkt in der Fabrik eintreffen, um Lagerkosten zu reduzieren und effizienter zu produzieren.

Immer schneller entstehen neue Produkte und Infrastrukturen. Herkömmliche Prozesse und Herangehensweisen werden dadurch in Frage gestellt und müssen optimiert werden. Unternehmen müssen ihre Strategie und Taktik kontinuierlich anpassen. Aber sich auch kulturell und strukturell immer wieder neu ausrichten, um sich den ständigen Veränderungen am Markt schnell anpassen zu können. Die unterschiedlichen Akteure müssen orchestriert werden, um eine Effizienzsteigerung und Kostensenkungen zu gewährleisten.

Auch die intelligente Vernetzung der Produktion mit dem Management (IIoT) ist einer der treibenden Kräfte der Digitalen Fabrik. Insbesondere sind hier Anwendungen in der Qualitätskontrolle, im Remote Monitoring von Anlagen sowie für das Tracking von Ausrüstungen an Produktionsstätten von wachsendem Interesse. Dabei ist es wichtig, dass die erfassten Produktions- und Anlagendaten unternehmensweit zur Verfügung stehen. Denn nur so unterstützen sie intelligente Systeme, Analysen, Planungen und Prognosen zu vor- und nachgelagerten Unternehmensprozessen.

Welche Technology-Driver gibt es?

Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Digitalen Fabrik sind im Wesentlichen 4 Faktoren. Ohne sie kann der Entwicklungsprozess nicht gestartet werden:

Die Rolle des Qualitätsmanagements bei der Umsetzung der Digitalen Fabrik?

Das sogenannte Qualitätsmanagement 4.0, dass maßgeblich zu Digitalisierung der Qualitätsprozesse beisteuert, ist im Kontext der digitalen Fabrik ein wesentlicher Baustein. Sowohl bei der Optimierung der Prozesse an der Fertigungslinie als auch bei der Erweiterung des Maschinenequipments selbst (z.B. durch die Automatisierung von Sichtprüfungen mittels künstlicher Intelligenz) kann das Qualitätsmanagement ansetzen.

Durch die Verknüpfung von Daten über die Grenzen des Qualitätsmanagement hinaus und unter Einbezug aller Stakeholder des Qualitätsmanagement können vor allem zwei wesentliche Bereiche adressiert werden:

  • Die Demokratisierung des Qualitätsmanagements. Durch die Inklusion aller Stakeholder in das Qualitätsmanagement (mittels Technologie) kann letztlich das Thema Qualitätsmanagement direkt in den Alltag der Fachbereiche Einzug finden und von einer Stabsabteilung final zu einer breiten Akzeptanz im Unternehmen kommen.
  • Predictive Quality. Das Anreichern der Qualitätsdaten über Datensilos hinweg und Nutzen von Machine Learning Technologie führen zur weiteren Automatisierung von Analysen von Qualitätsdaten (für die bisher ggfs. keine Ressourcen zur Verfügung standen), sowie im Resultat zu besseren Vorhersagen und so der Möglichkeit pro-aktiv Maßnahmen zu ergreifen.

Entscheidendes Bindeglied zwischen der digitalen und der realen Welt ist und bleibt jedoch der Mensch. Erst durch ihn werden die Unternehmensprozesse im Sinne der unterschiedlichen Stakeholder in die digitale Welt umgesetzt.

Die Rolle von QDA im Zusammenhang mit der Digitalen Fabrik

Wie oben schon geschrieben, ist das Konzept der Digitalen Fabrik als Reise anzusehen. Wir möchten Ihnen aufzeigen, wie wir Sie bei dieser Reise des Transformationsprozesses mit Lösungsansätzen unterstützen können, um die Herausforderungen von heute und morgen anzugehen.

Wir schauen zusammen auf Ihre Geschäftsprozesse und entwickeln zusammen mit Ihnen eine individuelle Roadmap mit der Maßgabe „think big, start small, scale fast“. Welche Schritte und Maßnahmen durchzuführen sind und mit welchen Effekten Sie rechnen können, um dem idealen Ziel der Digitalen Fabrik immer näher zu kommen.

Die flexible und dynamische Lösung

QDA Modul und Tool Übersicht

Unsere CAQ Software QDA besteht aus vielen Modulen und Tools, die individuell kombinierbar sind. Bei Ihrer Reise zur Digitalen Fabrik können Sie mit nur wenigen Modulen starten und nach und nach weitere Module dazuschalten, für eine noch höhere Vernetzung und Integration.

Erfahren Sie in unserem OnDemand Webinar „Wie Sie Ihre Qualitätsprozesse zukunftssicher machen“ mehr darüber, wie wir Sie speziell im Bereich Qualitätsmanagement 4.0 unterstützen können.

QDA Modul und Tool Übersicht

Neben allen gängigen Modulen eines CAQ Systems, bietet QDA folgende Komponenten mit Hinblick auf eine erfolgreiche Digitalisierung der Fabrik:

  • Software, die Spaß bringt und auf eine hohe Akzeptanz stößt
  • Einbezug aller Stakeholder des Qualitätsmanagements mit angepassten Tools und Views
  • Möglichkeit sich Dashboards und die Arbeitsumgebung selbst zu konfigurieren
  • Cloud basiert
  •  Anbindung von verschiedensten Tools und Daten
  • Maßnahmen-Management und Benachrichtigungen im Kontext der eigenen Aufgaben
  • Höhere Effizienz, bei niedrigerem Zeitaufwand
  • Gesteigerte Transparenz durch die Nutzung breiterer Daten
  • Konfigurationen im Standard
  • Schneller, weltweiter Rollout möglich

Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Reise zur Digitalen Fabrik. Kontaktieren Sie uns noch heute und lassen Sie uns über Ihre Möglichkeiten sprechen.

Nehmen Sie persönlich Kontakt mit mir auf!

Sie haben konkrete Fragen zu unseren Lösungen? Schreiben Sie mir gerne über das Kontaktformular.

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Michael Gadau
Director QDA SOLUTIONS